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Rebreather – unerschwinglich ??

Es ist doch schon sehr schwierig fĂĽr die Tauchsportindustrie neue Produkte zu entwickeln.

In unserer doch schon recht satten Gesellschaft ein Produkt zu Erfinden das es noch nicht gibt, jedoch was alle Taucher haben wollen, ist das Ziel der Hersteller. Nur, ausser den Farben, Schnitte, und irgendwelchen Details ändert sich an der Technik nicht viel. Das zeugt aber auch davon, das die Produkte auskonstruiert und bewährt sind, was auch unserer Sicherheit beim Tauchen sehr zu gute kommt.

Nun hat sich wohl der Vorstand der DRÄGER AG Anfang der neunziger Jahre gedacht am aufblühenden Tauchsportmarkt ein gutes Stück vom Kuchen abbeissen zu wollen, und begann mitte der 90er mit eigenen Sporttauchartikeln mit zu mischen. Nun bauen sie ja auch Kreislauftauchgeräte für die Bundeswehr (mit sehr langer Erfahrung – die können es), und beobachten den Markt in den USA wo seit geraumer Zeit die Dinger im Kommen zu sein scheinen, und was bei den Amis läuft wird gern kopiert. Was liegt also näher als so ein Ding auf dem Markt zu werfen. Nach dem Motto: „Wir sind die ersten und Innovativsten“.

Recht Hatte Dräger damit! Jedoch was nützt es, wenn man der Zeit um einige Jahre voraus ist. Trotz großer Werbetrommel und eigens dafür entwickelten Verbandes – der Absatz war mehr als mässig. Das Ding wollte einfach nicht laufen. Woran liegt es? Ich glaube Hauptsächlich am Preis. Dann an der fehlenden Erfahrung und Infrastruktur mit Nitrox. Erst muss man Nitrox im offenen System „abgrasen“ bevor es am Kreisel weitergehen kann. Und dann kam noch die deutsche Gründlichkeit durch das Fehlen einer Nitrox Norm. Welches auch zu Verzögerungen im Absatz der Geräte geführt hat.

In den letzten Jahren haben viele Taucher einen Nitroxschein gemacht, weil das gerade von den Tauchbasen in den wärmeren Regionen stark angeschoben wurde. Gerade diese Tauchbasen wissen die Vorteile von Nitrox zu nutzen und gewinnbringend zu vermarkten. Die Tauchbasen hatten seit je her Probleme den Urlaubern beizubiegen das sie nicht so tief un lange tauchen sollten. Die Zahl der Dekounfälle waren erschreckend hoch. Nun gibt es Nitrox – und kaum noch Dekounfälle, und jeder hält sich freiwillig an entsprechende Tiefenlimits. Man will sich ja nicht vergiften.

Und jetzt ist es auch an der Zeit diese Kreislaufgeräte in den Vordergrund zu schieben. Keine Blasen, kein Krach, Fische hauen nicht ab, und längere Tauchzeiten bzw. Nullzeiten sind auch möglich. Aber teuer sind die Dinger immernoch. Nun macht Not (Geldnot) bekanntlich erfinderisch. Also fangen wir mal an sowas zu bauen, und siehe da – ein erfinderischer Edelbastler aus Thüringen hat das ganze soweit gebracht das das Gerät bei der EU als Tauchgerät zugelassen hat. Respekt! Aber so richtig preiswert ist das immer noch nicht. Wie auch, so eine EU Zertifizierung kostet etliche Tausend Euro und die müssen durch den Verkauf wieder rein.

Jedoch bin ich sehr zuversichtlich und räume dem Kreisel große Chancen auf dem heimischen Tauchmarkt ein. Er wird seine Nische finden deren Größe sich umgekehrt zum Preis verhält.


 

Kai Dietterle

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